3D-Drucker

3D-Drucker sind in der Lage, aus einer simplen Rolle von aufgewickeltem Plastikband (PLA) komplexe dreidimensionale Konstruktionen zu erzeugen.  Die Anwendungsmöglichkeiten insbesondere für die Schule sind außerordentlich vielfaltig, doch zuerst will so ein Drucker erstmal zusammengebaut und in Betrieb genommen werden. Wie wir das gemacht haben beschreibt dieser Artikel. Als Bausatz stellt die Schule einen Prusa i3 Drucker-Bausatz zur Verfügung.

Übersicht: 3D-Drucker als Bausatz

Am übersichtlichsten ist es, den Zusammenbau in zwei Schritte zu unterteilen:

  1. Zusammenbau der Mechanischen Bauteile anhand einer Anleitung (nur in Englisch verfügbar)
  2. Verkabelung aller elektronischen Komponenten (ebenfalls Anhand der englischen Anleitung)

Die Anleitung kann man sich unter Downloads herunterladen.

 

Zusammenbau der Mechanischen Bauteile anhand einer Anleitung

Die Anleitung lässt sich eigentlich genau so nachbauen. Bei manchen Punkten sind wir aber abgewichen, da es so bei späteren Punkten besser klappte:

  • Die Anschlüsse für den Y-Achsen-Motor haben wir nicht, wie dort unterstrichen steht, nach unten getan. Unten kommt man später bei der Verkabelung nicht ran und die Kabel behindern sonst den Rest.
  • Den Z-Halter für den Endstop haben wir durch einen viel besseren Ersetzt. Dies geht natürlich erst wenn man in der Lage ist, sich einen besseren Auszudrucken. Den STL-File
    dafür kann man auch unter Downloads herunterladen.
  • Das Klebeband haben wir nicht auf dem Druckbed angebracht. Wir benutzen stattdessen Spray, um eine gute Haftung des PLA zu gewährleisten.

Außerdem sollte ansonsten auf genaues Einhalten geachtet werden, vorallem was Abstände, Winkel usw. angeht. Wenn etwas schief ist, kann es sein, dass der ganze Drucker nur schlecht funktioniert.

In einem Schritt werden sog. Arduino Washer benötigt. In der Materialienliste sieht dieses Teil im Verhältnis zu den anderen ziemlich groß aus. Wer sich aber fragt, wo seine Washer hin sind, der sollte folgendes wissen: Diese Dinger haben ungefähr einen Durchmesser von 0.5 - 1 cm und sind damit winzig!

Verkabelung aller Elektronischen Komponenten

Für die Verkabelung sind wir im Grunde genauso vorgegangen, wie die Anleitung es sagte. Allerdings sollte man auf jeden Fall darauf achten, dass man nicht wie im Bild die Jumper auf dem RAMPS entfernt. Die Jumper sind nämlich für die Mikroschritte der Schrittmotoren verantwortlich. Wenn alle drei Jumper drin sind, entspricht eine Umdrehung des Motors 3200 Schritten, wenn alle drei draußen sind, 200 Schritten. Das heißt, es wird durch die Jumper viel genauer. Die NEMA-17-Motoren drehen sich ohne Jumper normalerweise mit 1,8° pro Schritt.

Den Abschnitt Thermistors Assembly können wir getrost überspringen, da in dieser Version des Druckers die Thermistoren schon zusammengebaut sind.

Bevor man den Drucker in Betrieb nimmt, sollte man aber genauestens darauf achten, dass alle Kabel verbaut sind und nochmal überprüfen, ob sie an der richtigen Stelle und richtig herum reingesteckt sind. Wenn man das nicht tut, kann es sein, dass ein Teil des RAMPS' überhitzt und kaputt geht.

 

Zusammenfassung und Ausblick

Dieser Artikel handelt nur um den Zusammenbau der Hardware. Die Inbetriebnahme ist eine andere Geschichte und wird ein anderes mal erzählt ...

Auch nicht behandelt haben wir Software zum Modellieren, wie zum Beispiel Blender oder FreeCad.

Dieses Wissen ist vorrausgesetzt, um den 3D-Drucker benutzen zu können. Wir empfehlen für alles, was man nicht weiß, sich lehrreiche Tutorials im Internet anzuschauen, besser gesagt: Google ist dein Freund!